Mallorca


Mallorca ist weit mehr als Sangria aus Eimern und deutscher Schlager. Immerhin!! 2 Gebiete mit geschützter Herkunftsbezeichnung sind auf der spanischen Mittelmeerinsel beheimatet: Die kleine DO Binissalem im Zentrum und die DO Plà i Llevant, die fast die gesamte östliche Hälfte der größten Balearen-Insel einnimmt.

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Weinbau und -produktion wurden im Jahr 121 v. Chr. von den alten Römern auf der Insel eingeführt, als Quintus Caecilius Metellus Pius Mallorca für das römische Reich in Besitz nahm. Plinius der Ältere erwähnte in seinen Schriften aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. lobend die mallorquinischen Weine.


Trotz zahlreicher Verbote war es den muslimischen Herrschern während der maurischen Epoche nicht möglich den Weinbau und die Produktion des vergorenen Rebensaftes zu unterbinden, so erhielt beispielsweise König Jakob I. der Eroberer (Jaume I. el Conqueridor), als er 1230 die Insel eroberte, als symbolisches Friedensangebot wertvollen mallorquinischen Wein.


Bevor die Reblaus im späten 19. Jhdt. auf Mallorca ankam, gab es etwa 27.000 ha Rebflächen auf der Insel mit einer Exportmenge von rund 300.000 hl pro Jahr. Nachdem der Schädling vernichtet war wurde der größte Teil der Anbauflächen mit Mandelbäumen bepflanzt. Erst im späten 20. Jhdt. gab es eine Wiederbelebung der mallorquinischen Weinindustrie aufgrund der erhöhten Nachfrage nach Qualitätsweinen durch (wohl vorwiegend deutsche) Touristen. Binissalem erhielt seinen DO Status im Jahre 1991. Im selben Jahr wurde die Region Plà i Llevant als VdlT (Vino de la Tierra = Landwein) klassifiziert. 2001 wurden 250 ha der Region als DO Plà i Llevant anerkannt.


DO Binissalem


Das Landschaftsbild der DO Binissalem, nordöstlich der Stadt Palma und im Herzen der Insel gelegen, ist von sanften Hügeln geprägt und liegt in Höhen zwischen 125 m und 300 m über dem Meeresspiegel. Im Norden schützt die Sierra de Alfabia, die Weinberge vor den kalten, feuchten Seewinden, die hier im Winter wehen. Die Böden sind locker und Nährstoffarm. Kalk liegt über Tonerde, der wiederum von gelegentlichen Kalkkrusten durchzogen ist, was zur Wasserspeicherung beiträgt.


Es herrscht maritimes Mittelmeerklima mit warmen bis heißen Sommern und kurzen milden Wintern. Die zuweilen übermäßige Hitze im Sommer ist das Hauptproblem, mit dem die Winzer umzugehen haben, obwohl die Höhe hilft, die Temperaturen zumindest während der Nacht gering zu halten. Gelegentlich werden die Anbauflächen durch starken Wind, Frost und Hagel bedroht. Vor Allem im Herbst kann es zu stärkeren Stürmen und größeren Niederschlägen kommen.


Die Rotweinsorten: Manto Negro (etwa 50% der Rotweinanbaufläche), Cabernet Sauvignon, Callet, Tempranillo, Monastrell, Syrah und Merlot
Die Weißweinsorten: Moll (Prensal Blanc, etwa 70% der Weißweinanbaufläche), Macabeo, Parellada, Chardonnay und Moscatel


DO Plà i Llevant


Die Weinberge der DO Plà i Llevant liegen in den Gemeinden Felanitx und Manacor, die vom Zentrum her den östlichen Teil der Insel bedecken. Sie befinden sich mit etwa 100 m auf vergleichsweise geringer Höhe. Die Böden sind relativ fruchtbar, weisen hohe Anteile von Kalk und Ton auf und liegen auf kalkhaltigem Fels (Marl und Dolomit). Die Beschaffenheit des Grundes erlaubt den Rebstöcken tief zu wurzeln. Die Farbe der Erden ist vorwiegend rötlich Braun, aufgrund vorwiegender Eisen-Oxid Gehalte oder weißlich Grau, durch Ton, Calcium-Carbonat und Magnesium. Das Klima ist maritim mediterran, mit langen, trockenen, heißen Sommern und kurzen, milden Wintern. Im Winter ist ein starker Wind, vor allem auf den Ebenen, charakteristisch, während das Frostrisiko überschaubar bleibt. Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge liegt bei 425 mm, und regnet vorwiegend im Herbst in heftigen Stürmen ab.



Vor kurzem wurden Sorten wie Macabeo, Parellada, Chardonnay, Tempranillo, Merlot und Monastrel vom Festland importiert. Die traditionellen Inselarten sind Prensal Blanc, Callet, Fogoneu und Manto Negro. Die am häufigsten angebaute Sorte ist Fogoneu.



Die älteren Reben werden gewöhnlich als niedrige Büsche (en vaso) gepflanzt, während die neu gepflanzten Reben normalerweise auf Spalieren (en espaldera) wachsen. Die Pflanzendichte liegt zwischen 2.500 und 5.000 Rebstöcken / ha (1.000 bis 2.000 Rebstöcke / Morgen).