Kiteboarding Portugal

8.12.2011

TAP-Piloten im Streik.

"Bis einschließlich Montag, den 12. Dezember wollen die Piloten der portugiesischen Fluggesellschaft TAP streiken. Nach Auskunft eines Sprechers werden aller Wahrscheinlichkeit nach ab Freitag alle Flüge ausfallen. Lediglich die gesetzlich vorgeschriebenen Verbindungen von Lissabon auf die portugiesischen Inseln würden aufrechterhalten." Ganzen Artikel lesen auf: http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,802459,00.html

6.12.2011

Medizinische Versorgung wird teurer:

20 Euro Gebühr für Behandlung im Krankenhaus.

Satte Gebührenerhöhungen: Statt 9,60 Euro Gebühr für die Behandlung in einer Notfall-Ambulanz (Urgência num hospital polivalente) müssen nun 20 Euro auf den Tisch gelegt werden; für eine einfachere Behandlung (urgência básica) beträgt die Gebühr nun 15 Euro (vorher: 8,60), die Gebühren für eine Behandlung in einem Centro de Saúde erhöhten sich von 2,25 Euro auf über das Doppelte: 5 Euro. Allerdings sind gleichzeitig fast sechs Millionen Personen von der Gebührenerhöhung befreit. Gelesen auf: http://www.cmjornal.xl.pt/detalhe/noticias/nacional/saude/urgencia-hospitalar-passa-a-custar-20

Frohe Weihnachten:

408 Portugiesen (müssen) emigrieren - täglich.

Suche nach Arbeit und besseren Lebensbedingungen ist wahrscheinlich der Grund für zunehmende Emigration. Bereits dreieinhalb Millionen Portugiesen leben außerhalb der portugiesischen Staatsgrenzen.

30.11.2011

Portugal: Sparhaushalt 2012 beschlossen.

Europäischer Traum vom Wohlstand adé: zehn Prozent Ausgabenkürzung für Bildung und Gesundheit. Rentner und Staatsbedienstete weder Weihnachts- noch Urlaubsgeld.

Die liberal-konservative Regierungskoalition hat den Sparhaushalt für das Jahr 2012 beschlossen; Staatspräsident Anibal Cavaco Silva hat nun drei Wochen Zeit, sein Veto einzulegen beziehungsweise den Etatplan zu erlassen. "Die Sozialistische Partei (PS) kritisierte allerdings die Sparmaßnahmen als überzogen und sozial ungerecht und enthielt sich der Stimme."

30.11.2011

Weniger Geld im Portemonnaie.

Umsatzrückgang im Einzelhandel: fast zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

In Portugal sind die Umsätze im Einzelhandel im Oktober weiter gesunken. "Gaben die Einzelhandelsumsätze im September um 6,9 Prozent im Jahresvergleich nach, wurde im Oktober bereits ein Minus von 9,7 Prozent notiert."

29.11.2011

Mehrwertsteuererhöhung von 13 auf 23 Prozent: Verbraucherorganisation DECO befürchtet Verschlechterung des Essens in Schulen und Kantinen.

Die konservativen Parlamentsabgeordneten haben gegen die Stimmen der Opposition für eine Erhöhung der Mehrwertsteuer im Gaststättengewerbe von 13 auf 23 Prozent votiert. Die erhöhte Steuer wird gravierende Auswirkungen auf die Qualität von Essen haben, die in Schulkantinen sowie in Kantinen öffentlicher Unternehmen und sozialer Einrichtungen ausgegeben werden, befürchtet die Verbraucherorganisation DECO.

Weil von den zuständigen Kommunen (autarquias) keine Erhöhung der entsprechenden Zuschüsse beziehungsweise Finanzierung zu erwarten sei, könnten die Lieferanten ihre Preise nicht erhöhen und müßten deshalb billigere Zutaten verwenden.

DECO-Vorsitzender Jorge Morgado nennt die Entwicklung "schmerzhaft", und eine "Rückkehr in die Zeiten unserer Großeltern. Auch für die in den großen urbanen Zentren des Landes arbeitende Bevölkerung werden die Auswirkungen enorm sein." Die Menschen würden künftig ihre Verpflegung in der Mittagspause wie früher wieder von zuhause mitbringen müssen. http://www.cmjornal.xl.pt/detalhe/noticias/nacional/ensino/comida-das-escolas-pode-piorar-com-iva-a-23

Die Mehrwertsteuererhöhung im Gaststättengewerbe bringt der Staatskasse ein Steuerplus in Höhe von 292 Millionen Euro. (30.11.2011)

28.11.2011

"Mütter reden am Telefon nicht mehr über ihre Kinder, sondern über Euro-Kollaps-Gegenmaßnahmen."

Das britische Außenministerium hat seine Diplomaten dazu angehalten, sich auf einen möglichen Euro-Kollaps einzustellen und dabei auch die Wahrscheinlichkeit von Aufständen mit einzubeziehen. Artikel hier lesen: http://www.heise.de/tp/blogs/8/150922

24.11.2011

Drei Millionen streiken: Öffentlicher Verkehr teilweise lahmgelegt.

Zoff vorm Parlament - Brutale Polizei verhaftet sieben Streikende, Zivilpolizist schlägt wie ein Idiot mit Knüppel auf Mann ein.

Eisenbahnverkehr stark beeinträchtigt, keine U-Bahn in Lissabon, keine Müllabfuhr, keine Postverteilung - und die TAP streicht neunzig Prozent aller Flüge. Das sind die vorläufigen Auswirkungen des landesweiten 24-Stunden-Streiks, zu dem die beiden großen Gewerkschaftsdachverbände aufgerufen hatten.

Portugals neue konservative Regierung muß brutale Sparauflagen des Internationalen Währungsfonds (IWF) erfüllen, um 78 Milliarden Euro Hilfsgelder aus Brüssel zu erhalten. Im vergangenen Jahr betrug das portugiesische Haushaltsdefizit fast 10 Prozent, es soll 2012 auf 4,5 Prozent gedrückt werden. Um das zu erreichen, will die Regierung Steuererhöhungen und Gehaltskürzungen verordnen, außerdem sollen Arbeitnehmer täglich eine halbe Stunde länger arbeiten. Siehe auch Video hier: http://de.euronews.net/2011/11/25/portugal-generalstreik-und-herabstufung/
Lesen Sie auch hier: "In Portugal bildet sich nach einer trügerischen Ruhe eine immer explosivere Lage heraus."
Lesen Sie auch: Portugal wehrt sich gegen „internationale Finanzanarchie“, auf: http://www.wiwo.de/politik/ausland/fitch-wertet-rating-ab-portugal-wehrt-sich-gegen-internationale-finanzanarchie/5884220.html

23.11.2011

Generalstreik gegen unsoziale Kürzungen im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitssystem.

"Sparen ohne Ende: Das Programm der konservativen portugiesischen Regierung stößt auf wenig Gegenliebe. Kein Wunder, beziehen doch knapp 40 Prozent der portugiesischen Arbeiter Monatslöhne von unter 600 Euro. Das lässt auch die Gewerkschaften nicht kalt: Sie wenden sich mit dem Generalstreik am heutigen Donnerstag gegen den Haushalt 2012, in dem neue harte Einschnitte im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitssystem vorgesehen sind und der in der nächsten Woche verabschiedet werden soll. Steuern sollen weiter angehoben werden, Beschäftigte im öffentlichen Dienst sollen auf das Urlaubs- und das Weihnachtsgeld verzichten." Ganzen Artikel lesen: http://www.neues-deutschland.de/artikel/211819.portugal-ist-auf-die-strasse-gerufen.html

17.11.2011

Gericht trotzt amerikanischem Auslieferungsersuchen: George Wright bleibt in Portugal.

41 Jahre war der 68jährige George Wright vor der amerikanischen Brutalo-Justiz auf der Flucht - seit zwanzig Jahren lebte er in der Nähe der portugiesischen Hauptstadt Lissabon. 1970 war er an einem Überfall beteiligt, bei dem ein Mann getötet worden war. Anschließend entführten er und seine Komplizen ein Flugzeug, erpreßten eine Million Dollar und konnten nach Algerien entkommen.

Portugiesische Polzeibehörden hatten kürzlich bei einem Check ihrer Fingerabdruck-Datenbank entdeckt, daß Wright, der mittlerweile portugiesischer Staatsbürger geworden war, in den USA noch gesucht wird - und seinen Aufenthaltsort gehorsam dem FBI mitgeteilt. Dem Auslieferungsgesuchen der USA schob nun ein Lissaboner Gericht einen Riegel vor - Antrag abgelehnt. Wright, der als Maler und Restaurantbetreiber in Portugal arbeitete und Familie mit Kindern hat, sollte in einem amerikanischem Terrorknast noch bis zu dreißig Jahre Reststrafe absitzen. Allerdings können die Amis nun noch beim Obersten Portugiesischen Gericht Berufung einlegen. Gelesen auf http://www.europeonline-magazine.eu/portugal-verweigert-auslieferung-von-us-verbrecher_168893.html und auf http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,798505,00.html

16.11.2011

Portugal: 1,23 Milliarden Euro geliehen - für teure Zinsen.

"Der pleitebedrohte Schuldensünder Portugal bekommt am Kapitalmarkt weiterhin frisches Geld, muss allerdings trotz seiner relativ erfolgreichen Sanierungsbemühungen für äußerst kurzläufige Kredite tief in die Tasche greifen.

Seit der Unterzeichnung des Hilfsabkommens mit der Europäischen Union (EU) und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) im Mai war es jetzt bereits das 18. Mal, dass Portugal Kredite an den Märkten aufgenommen hat. Bis Ende des Jahres will Lissabon bei drei weiteren Ausgaben insgesamt knapp vier Milliarden Euro bekommen." Lesen Sie hier den ganzen Artikel: http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2011-11/21957822-portugal-muss-weiter-hohe-zinsen-zahlen-016.htm

11.11.2011

Kaputtsparen: Von der Rezession in die Depression? "Trügerische Ruhe in Portugal."

Für die portugiesische Wirtschaft erwartet auch EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Olli Rehn, daß sie 2012 wieder schrumpfen wird. Sie soll mit einem Minus von drei Prozent sogar noch stärker schrumpfen als die Griechenlands. Weil damit unweigerlich Steuerausfälle und steigende Sozialausgaben verbunden sind, ist mehr als fraglich, ob mit dem Sparkurs die Defizitziele erfüllt werden.

Die Arbeitslosigkeit ist mittlerweile auf 12,5 Prozent gestiegen. Otelo Saraiva de Carvalho, Führer der 1974er Nelkenrevolution, mit der linke Militärs die Diktatur stürzten, warnte die konservative Regierung, den Sparkurs zu übertreiben. Wenn bestimmte Grenzen dabei überschritten würden, was der Verlust von Rechten der Bevölkerung angeht, "kann die Antwort ein Militärputsch sein, der einfacher wäre als der vom 25. April 1974". Lesen Sie hier den ganzen Artikel: http://www.heise.de/tp/blogs/8/150815

***