+++ NewsMix +++
25. April, Feiertag der Nelken-Revolution: Aus Protest gegen die unsoziale Sparpolitik der Regierung nehmen prominente Persönlichkeiten nicht teil.
Boykott der Revolutionsfeierlichkeiten.
"Die Revolutionshelden vom 25. April 1974 boykottierten am Mittwoch
erstmals die offiziellen Festakte in Lissabon. Auch einflußreiche
Politiker und Persönlichkeiten wie der legendäre sozialistische
Ex-Präsident und -Regierungschef Mario Soares sowie der Poet
und Sozialist Manuel Alegre blieben den Feiern fern."
Ganzen Artikel lesen auf: http://www.europeonline-magazine.eu
25.4.2012
Gentechnik-Landwirtschaft in Portugal: Fast sechzig Prozent des Maisanbaus mit dem Dreck von Monsanto.
Die weltweite Anbaufläche von gentechnisch verhunzten Pflanzen ist 2011 gegenüber dem Vorjahr um acht Prozent auf rund 160 Millionen Hektar gewachsen. In Europa sind es die Länder Portugal und Spanien, in denen Gen-Pflanzen in größerem Maße kultiviert werden; in Portugal handelt es sich hierbei im wesentlich um Maisanbau (MON810-Mais der Firma Monsanto); der Anbau von Mais hat sich hier von 750 Hektar im Jahr 2005 auf über 7.700 Hektar im Jahr 2011 gesteigert.
Damit werden 59 Prozent der gesamten Maiserzeugung in Portugal mit gentechnisch veränderten Pflanzen realisiert.
Zum Vergleich: In Deutschland wurden im Jahr 2005 342 Hektar gentechnisch veränderter Mais angebaut, im Jahr 2008 waren es 3.170 Hektar; mittlerweile ist der Anbau verboten. Im April 2009 hatte Monsanto eine Klage gegen das von Agrarministerin Ilse Aigner ausgesprochene Anbauverbot des Genmais MON810 eingereicht. Vom Verwaltungsgericht Braunschweig wurde das Anbauverbot jedoch in einem Eilverfahren bestätigt. Auch ein weiterer Eilantrag Monsantos war vor dem Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht in Lüneburg wurde am 28. Mai 2009 abgewiesen worden.
Fälschungen von wissenschaftlichen Untersuchungsergebnissen
Der
frühere Monsanto-Beschäftigte Tiruverda Jagadisan
erhob gegen Monsanto schwerwiegende Vorwürfe. Der 84-jährige
Jagadisan war beinahe 20 Jahre bei Monsanto beschäftigt, davon
acht Jahre als geschäftsführender Direktor für Monsanto
Indien. Bei einer öffentlichen Anhörung im Februar 2010
im Kontext des Zulassungsverfahren der gentechnisch veränderten
Bt-Aubergine sprach er
sich gegen diese Aubergine aus. Er legte dar, dass Monsanto
wissenschaftliche Daten zu fälschen pflegte, die Zulassungsbehörden
der Regierung übermittelt wurden, um Genehmigungen für
eigene Produkte in Indien zu erhalten.
24.4.2012
Handelsbilanz-Defizit stark reduziert.
"Das Defizit in der portugiesischen Handelsbilanz - also
die Differenz zwischen Ausfuhren und Einfuhren - sank
im Februar von 918,7 Millionen Euro auf 544,1 Millionen Euro." Weiterlesen
auf: http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Portugal-engt-Leistungsbilanzdefizit-drastisch-ein-1813470
23.4.2012
Israelische Besatzer lassen Portugiesen nicht nach Palästina einreisen.
"Mit einem Aufgebot Hunderter Polizisten auf dem Flughafen
Ben-Gurion in Tel Aviv hat Israel am Sonntag die erwartete
Einreise von Demonstranten zu verhindern versucht. Bis
zum Mittag wurden nach Behördenangaben zwei Aktivisten aus
Kanada und Portugal festgenommen." Weiterlesen auf: http://www.derwesten.de/nachrichten/aktivisten-auf-flughafen-von-tel-aviv-in-gewahrsam-genommen-id6555379.html
15.4.2012
Hintergrund-Information:
Arbeitslosigkeit und Jobsuche im Ausland.
"Die Arbeitslosigkeit im Land liegt bei 15 Prozent, bei den
Jungen sogar weit darüber. Kein Wunder also, dass es derzeit
viele Portugiesen und Arbeitsmigranten ins Ausland beziehungsweise
zurück
in ihre Heimat zieht. Insbesondere die portugiesischen
Exkolonien Angola, Brasilien und Mozambique sind ihr Ziel."
Weiterlesen auf: http://diepresse.com/home/politik/eu/749222/print.do
14.4.2012
20 Euro Gebühr für Behandlung im Krankenhaus.
Satte Gebührenerhöhungen: Statt 9,60 Euro Gebühr
für die Behandlung in einer Notfall-Ambulanz (Urgência
num hospital polivalente) müssen nun 20 Euro auf den Tisch
gelegt werden; für eine einfachere Behandlung (urgência
básica)
beträgt die Gebühr nun 15 Euro (vorher: 8,60), die Gebühren
für ewine Behandlung in einem Centro de Saúde erhöhten
sich von 2,25 Euro auf über das Doppelte: 5 Euro. Allerdings
sind gleichzeitig fast sechs Millionen Personen von der
Gebührenerhöhung befreit. Gelesen auf: http://www.cmjornal.xl.pt/detalhe/noticias/nacional/saude/urgencia-hospitalar-passa-a-custar-20
6.12.2011
408 Portugiesen (müssen) emigrieren - täglich.
Suche nach Arbeit und besseren Lebensbedingungen ist wahrscheinlich der Grund für zunehmende Emigration. Bereits dreieinhalb Millionen Portugiesen leben außerhalb der portugiesischen Staatsgrenzen.
Zehn Prozent Ausgabenkürzung für Bildung und Gesundheit. Rentner und Staatsbedienstete weder Weihnachts- noch Urlaubsgeld.
Die liberal-konservative Regierungskoalition hat den Sparhaushalt
für das Jahr 2012 beschlossen; Staatspräsident Anibal Cavaco
Silva hat nun drei Wochen Zeit, sein Veto einzulegen beziehungsweise
den Etatplan zu erlassen. "Die
Sozialistische Partei (PS) kritisierte allerdings die Sparmaßnahmen als überzogen
und sozial ungerecht und enthielt sich der Stimme."
30.11.2011
Umsatzrückgang im Einzelhandel: fast zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
In Portugal sind die Umsätze im Einzelhandel
im Oktober weiter gesunken. "Gaben
die Einzelhandelsumsätze
im September um 6,9 Prozent im Jahresvergleich nach, wurde
im Oktober bereits ein Minus von 9,7 Prozent notiert."
30.11.2011
Mehrwertsteuererhöhung von 13 auf 23 Prozent: Verbraucherorganisation DECO befürchtet Verschlechterung des Essens in Schulen und Kantinen.
Die konservativen Parlamentsabgeordneten haben gegen die Stimmen der Opposition für eine Erhöhung der Mehrwertsteuer im Gaststättengewerbe von 13 auf 23 Prozent votiert. Die erhöhte Steuer wird gravierende Auswirkungen auf die Qualität von Essen haben, die in Schulkantinen sowie in Kantinen öffentlicher Unternehmen und sozialer Einrichtungen ausgegeben werden, befürchtet die Verbraucherorganisation DECO.
Weil von den zuständigen Kommunen (autarquias) keine Erhöhung der entsprechenden Zuschüsse beziehungsweise Finanzierung zu erwarten sei, könnten die Lieferanten ihre Preise nicht erhöhen und müßten deshalb billigere Zutaten verwenden.
DECO-Vorsitzender Jorge Morgado nennt die Entwicklung "schmerzhaft", und eine "Rückkehr in die Zeiten unserer Großeltern. Auch für die in den großen urbanen Zentren des Landes arbeitende Bevölkerung werden die Auswirkungen enorm sein." Die Menschen würden künftig ihre Verpflegung in der Mittagspause wie früher wieder von zuhause mitbringen müssen. http://www.cmjornal.xl.pt/detalhe/noticias/nacional/ensino/comida-das-escolas-pode-piorar-com-iva-a-23
"Mütter reden am Telefon nicht mehr über ihre Kinder, sondern über Euro-Kollaps-Gegenmaßnahmen."
Das britische Außenministerium hat seine Diplomaten
dazu angehalten, sich auf einen möglichen Euro-Kollaps einzustellen
und dabei auch die Wahrscheinlichkeit von Aufständen mit einzubeziehen.
Artikel hier lesen: http://www.heise.de/tp/blogs/8/150922
28.11.2011
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